Klone ohne Ende

11/05/2009

Normalerweise wird nur die erste Klon-Generation betrachtet. Nicht so in Michel Houellebecqs Roman “Die Möglichkeit einer Insel” (La possibilité d’une ile, 2005). Da gibt es eine schier endlose Kette von Klonen ein- und derselben Person, was (typisch für Houellebecq) zu Sinnentleerung und Identitätsproblemen führt.

Auch in dem der japanischen Anime- / Manga-Serie Neon Genesis Evangelion (1995 – 2009) spielte das wiederholte Klonen von Menschen eine  ähnlich dramatische Rolle für die Protagonistin Rei Ayanami.

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Interstellare Quantenverschränkung

11/05/2009

Die Quantenverschränkung ermöglicht in Robert Charles Wilsons Roman „Quarantäne“ (Blind Lake, 2003) eine instantane Kommunikation mit Außerirdischen. Allerdings werden dabei auch deren Quantenzustände gestört (da ja in der Quantentheorie die Beobachtung das Objekt verändert).


KI in Rechtsgeschäften

11/05/2009

In Charles Stross’ Roman „Accelerando“ (2005) übernehmen Künstliche Intelligenzen (bzw. intelligente Software) die Ausführung von Rechtsgeschäften, einschließlich Firmenan- und abmeldungen, Vertretung vor Gericht etc. Dies führt zu einer enormen Expansion der Rechtsgeschäfte, aus Firmen heraus werden immer neue Firmen gegründet, um Geld zu verstecken etc., ein Rosenkrieg eskaliert an tausend virtuellen Fronten – bis zur Lahmlegung des Rechtssystems.

Danke für den Tip an Karlheinz Steinmüller.
Die Idee birgt sowohl positive, als auch negative Aspekte.

(Sie ist damit gut geeignet, zu demonstrieren, dass es hier vor allem um die Ideen an sich geht. Würde allein die narrative Ausprägung zählen, dann wäre Stross’ Gedankenexperiment natürlich bei Dark Future gelandet. )


Maschinenintelligenz revoltiert gegen Menschen

11/05/2009

Im dritten Teil der Terminator-Serie versucht John Connor, den Zentralcomputer von Skynet abzuschalten. Es stellt sich dabei heraus, dass es keinen Zentralcomputer gibt, den man abschalten könnte. Skynet hat  Bewusstsein aufgrund der Vernetzung von Millionen von PCs und Großrechnern erlangt.

Eine ähnliche Idee verfolgt der Film Eagle Eye von 2008. Hier im Unterschied allerdings mit einem Zentralrechner, der mit seinen übergeordneten Rechten über praktisch alle anderen Netzwerke des Landes verfügen und so fast gottgleich beobachten und agieren kann.