Buchempfehlung: Greg Craven

24/06/2009

Auf der Webseite der Utopisten fand ich heute den Hinweis auf ein neues Buch, welches ab 7. Juli – leider zunächst nur auf englisch – erscheint:

Greg Craven:
„What’s The Worst That Could Happen?“ – A Rational Response to the Climate Change Debate

Autor Greg Craven war 2008 Redner auf der Utopia-Konferenz in Berlin.

… zum Artikel auf utopia.de geht es hier

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SF-Club Andymon

24/06/2009

Auf den Seiten des Berliner SF-Club Andymon findet sich jetzt ein Hinweis auf futureaders.

Dabei wird übrigens die eigentliche „Initialzündung“ für dieses Portal hier erwähnt: ein Besuch der Autoren Angela und Karlheinz Steinmüller im Club, bei der Karlheinz im Frühjahr 2009 seine Forschungsarbeit im Rahmen des EU-Projektes vorstellte. Er bat damals, ihm Ideen zu schicken, die aus der SF stammten. Ideen, die das Potenzial haben, in nächster Zeit real zu werden – und unser Leben zu verändern …

Aus dieser Bitte an die Berliner Fans ist das futureaders-Portal entstanden – um sich als kooperative Plattform an alle SF-Fans zu wenden – und um solche neuen SF-Ideen nicht nur zu sammeln, sondern um sie auch zu diskutieren.


schriftsonar – der Podcast zu SF und Fantasy

12/06/2009

… auf der Seite www.schriftsonar.de findet ihr hervorragende Podcasts zu aktuellen deutschen SF-Neuerscheinungen. Wirklich empfehlenswert.


Integration von Gedächtnisinhalten

02/06/2009

In Charles Stross‘ Roman „Glashaus“ werden Personen mit Transmittern (sog. T-Tore und A-Tore) über beliebige Distanzen transportiert. In den A-Toren (Assembler-Toren) werden sie auch nanotechnologisch verändert. Da man mehrere Kopien einer Person herstellen kann, ergibt sich das Problem, die unterschiedlichen Kopien wieder zusammenzuführen. Auch das bewerkstelligt das A-Tor durch eine nanotech. Bearbeitung des Gehirns.


Außerirdische Zivilisationen…

02/06/2009

Ich bin ja bekennender SciFi-Fan. Aber neben bedenkenlosem Einsatz von Überlichtgeschwindigkeit, Beamen, Hyperraum, Phaser usw. stört mich ein Thema schon seit langer zeit.

Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, andere Zivilisationen, womöglich sogar Raumfahrende zu treffen?

Ok, ausrechnen möchte ich das nicht. Aber ein wenig philosophieren:

Erst mal ein paar Fakten:

  • Das Universum (legen wir mal die Urknalltheorie als wahr zugrunde) ist ca. 13,7 Mrd. Jahre alt
  • Unser Sonnensystem ist ca 4,5 Mrd. Jahre alt
  • Leben entstand auf unserer Erde vor ca. 3,4 Mrd. Jahren
  • Die ersten 1,5 Milliarden Jahre bestand das Leben aus Bakterien
  • Bis vor ca. 500 Millionen Jahre gab es lediglich Einzeller, erst danach entwickelten sich Mehrzeller
  • Erste Säugetiere entwickelten sich vor ca. 250 Millionen Jahren
  • Erste Primaten vor ca. 65 Millionen Jahren
  • vor 8 Millionen Jahren Beginn der stammesgeschichtlichen Entwicklung des Menschen (Vorfahren der Schimpansen)
  • vor 2,5 Millionen Jahren begann endlich die Steinzeit. Die zog sich bis vor ca. 10.000 Jahren hin.
  • dann kamen verschieden Hochkulturen und deren Niedergang
  • erst vor 200 Jahren begann es richtig technisch zu werden
  • und vor 50 Jahren sind wir endlich zum Mond geflogen.
  • seit ca. 100 Jahren strahlen wir mehr oder weniger bewußt Signale ins All.

Kann man sich aus den Jahreszahlen wirklich etwas vorstellen? Ich nicht wirklich. Darum habe ich das mal „etwas umgerechnet“

13,7 Mrd. Jahre 13700000000 = 1000,0 1 kilometer
4,5 Mrd. Jahre 4500000000 = 328,5  
1,5 Milliarden 1500000000 = 109,5 ca. 100 Meter
500 Millionen Jahre 500000000 = 36,5  
  250000000 = 18,2  
  65000000 = 4,7 ca. 5 Meter
8 Millionen Jahren 8000000 = 0,6  
  2500000 = 0,2 25 CM
  10000 = 0,00073 < 1 Milimeter
200 Jahren 200 = 0,00001 < 0,1 Milimeter

Jetzt komme ich langsam dahin, wo ich hin wollte.

Wenn man sich jetzt mal ein Lineal vorstellt, das die Universumsgeschichte widerspiegelt hat das Lineal zum Beispiel 1 Kilometer Länge. Unsere Erde entstand dann vor ca. 300 Metern, erste Säugetiere vor ca. 18 Metern. Vor ca. 0,5 Metern begann die Menschheitsgeschichte und vor ca. 25 CM begann die Steinzeit. (Das Lineal hat 1 KM Länge!)

Wir leben heute mit unserer Technik im Mili- bzw. im Mikrometerbereich.

So, auf was will ich eigentlich hinaus? Sonnensysteme können ja mal locker eine Millarde Jahre vor unserem oder nach unserem Sonnensystem entstanden sein. Selbst wenn alle Sonnensysteme gleichzeitig entstanden sind, kann sich das leben ganz locker um ein paar hundert Millionen Jahre früher oder später entwickeln.

Nehmen wir mal an, wir hätten uns nur 100000 Jahre früher entwickelt. Wo würden wir heute mit unser Technik stehen? (Gäbe es uns überhaupt noch, oder hätten wir uns schon lange selbst zerstört? [Krankheiten, Umweltverschmutzung, Ausbeutung von Ressourcen, Kriege])

Wir haben doch schon Kommunikationsschwierigkeiten untereinander. Wie soll das erst möglich sein, wenn wir auf ein Volk träfe, die tausende von Jahren weiter entwickelt sind. Wäre ein Steinzeitmensch nur ansatzweise in der Lage, uns zu verstehen? (Und da bewegen wir uns im Milimeterbereich!!!)

Wie können wir nur annehmen, dass es da draussen eine Zivilisation gibt, die zufällig eine ähnliche Entwicklungsgeschichte hat wie unser Sonnensystem und wie das Leben auf der Erde? Nur wenige Milimeter auf der Geschichtsskala machen zehntausende von Jahren aus. Ein „paar“ Millionen sind auch kaum messbar.

Eine Zivilisation, die ein paar hunderttausend Jahre mehr Entwicklung hat als unsere kann ich mir nicht vorstellen.

Oder ist irgendwann einfach Schluss mit Weiterentwicklung? Bleiben alle Zivilisationen irgendwann an einem Punkt stehen und verbessern sich nur noch wenig?

Dann entsprächen die Szenen aus Startrek usw. der Wahrheit. Dort treffen Romulaner, Föderation, Klingonen, Ferengi usw. als mehr oder weniger gleichweitentwicklete raumfahrende Rassen aufeinander.

Aber ich befürchte, bei Seti versucht die Amöbe mit dem Wissenschaftler zu sprechen. Und der Wissenschaftler hört noch nicht mal ein Rauschen.

Ich befürchte, wir sind einfach alleine. Und wir sollten uns damit abfinden und Gelder und Ressourcen in wichtige und zukunftsträchtige Projekte stecken.