StimSim-Technologie

In Dan Simmons Epos „Die Hyperion Gesänge“ werden StimSims als Zukunftstechnologie erwähnt. Dabei handelt es sich um eine Technik, die es erlaubt direkt, ohne Umweg über die Rezeptoren, alle menschlichen Sinne zu reizen: sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen. Über geeignete Software sind dann z.B. extrem realisistische Simulationen möglich, ähnlich dem Holodeck in Star Trek. Allerdings erfordert die StimSim-Simulation keine physischen Aktionen, da auch diese über Nervenreize nur simuliert werden. In Dan Simmons Roman werden beispielsweise vom Militär ganze Kriege simuliert, historische und moderne Schlachten, um damit Strategien und Taktiken zu vermitteln oder auch billiges Waffentraining zu ermöglichen.  Genau diese Simulationen werden von den Militärs bereits seit Jahrhunderten gewünscht, angefangen mit Sandkastenspielen bis aktuell mit Flug- und anderen Simulatoren. Natürlich sind wir heute noch weit entfernt von perfekter Täuschung aller Sinne, aber gerade das Militär wird alles daran setzen eine StimSim-ähnliche Technologie zu entwickeln. – Für die zivile Wirtschaft sind auf Basis der StimSim-Technology natürlich perfektionierte Spiele und multimediale Unterhaltungstechnik denkbar. Insgesamt wirft diese Technik dann sicher alte Fragen wieder neu auf: Killerspiele, Pornografie, Manipulation. Denn je realistischer die Virtualisierung desto realer  die Ängste.

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