Wahlomat 2.0

22/09/2009

Hardy (von der Andymon-Seite) hat eine hübsche Idee gefunden, die jetzt wunderbar aktuell ist (Bundestagswahlen): In der Erzählung »Byte Your Tounge!« (1981 in Stellar #6 bei Del Rey; dt. »Computerträume« in Tor zu den Sternen, 1981 bei Goldmann) formuliert  Clifford D. Simak die Idee, dass Politiker nicht gewählt werden, sondern stattdessen durch eine ausführliche Prüfung ihre Qualifikation für den jeweiligen Job in der Regierung nachweisen müssen. Die Prüfung wird dabei von einem unabhängigen Gremium von Computern abgenommen. Dadurch können Politiker nicht mehr nach Äußerlichkeiten, ihrer Beliebtheit oder haltlosen Versprechen in die Regierung gelangen, sondern nur noch durch den Nachweis ihres Wissens und Könnens.


StimSim-Technologie

17/07/2009

In Dan Simmons Epos „Die Hyperion Gesänge“ werden StimSims als Zukunftstechnologie erwähnt. Dabei handelt es sich um eine Technik, die es erlaubt direkt, ohne Umweg über die Rezeptoren, alle menschlichen Sinne zu reizen: sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen. Über geeignete Software sind dann z.B. extrem realisistische Simulationen möglich, ähnlich dem Holodeck in Star Trek. Allerdings erfordert die StimSim-Simulation keine physischen Aktionen, da auch diese über Nervenreize nur simuliert werden. In Dan Simmons Roman werden beispielsweise vom Militär ganze Kriege simuliert, historische und moderne Schlachten, um damit Strategien und Taktiken zu vermitteln oder auch billiges Waffentraining zu ermöglichen.  Genau diese Simulationen werden von den Militärs bereits seit Jahrhunderten gewünscht, angefangen mit Sandkastenspielen bis aktuell mit Flug- und anderen Simulatoren. Natürlich sind wir heute noch weit entfernt von perfekter Täuschung aller Sinne, aber gerade das Militär wird alles daran setzen eine StimSim-ähnliche Technologie zu entwickeln. – Für die zivile Wirtschaft sind auf Basis der StimSim-Technology natürlich perfektionierte Spiele und multimediale Unterhaltungstechnik denkbar. Insgesamt wirft diese Technik dann sicher alte Fragen wieder neu auf: Killerspiele, Pornografie, Manipulation. Denn je realistischer die Virtualisierung desto realer  die Ängste.


Integration von Gedächtnisinhalten

02/06/2009

In Charles Stross‘ Roman „Glashaus“ werden Personen mit Transmittern (sog. T-Tore und A-Tore) über beliebige Distanzen transportiert. In den A-Toren (Assembler-Toren) werden sie auch nanotechnologisch verändert. Da man mehrere Kopien einer Person herstellen kann, ergibt sich das Problem, die unterschiedlichen Kopien wieder zusammenzuführen. Auch das bewerkstelligt das A-Tor durch eine nanotech. Bearbeitung des Gehirns.


Interstellare Quantenverschränkung

11/05/2009

Die Quantenverschränkung ermöglicht in Robert Charles Wilsons Roman „Quarantäne“ (Blind Lake, 2003) eine instantane Kommunikation mit Außerirdischen. Allerdings werden dabei auch deren Quantenzustände gestört (da ja in der Quantentheorie die Beobachtung das Objekt verändert).